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SUMMARY:Tag des offenen Denkmals: Virtuelle Synagoge
DESCRIPTION:11 – 14 Uhr: Die virtuelle Rekonstruktion der 1938 zerstörten Synagoge von Jever\, die erhaltenen Relikte der Synagoge und die Keller-Mikwe \n\n\n\nInnenraum der virtuell rekonstruierten Synagoge von Jever. Blick auf den Toraschrein (Mitte)\, die Bima (links) und die Frauenempore. Foto: Reunion Media Norden\n\n\n\nDas Erinnerungszentrum GröschlerHaus befindet sich in einem Gebäude\, das 1954 auf dem Grundstück der 1938 zerstörten Synagoge errichtet wurde. Bei Umbaumaßnahmen kamen in den vergangenen Jahren eine Reihe von baulichen Relikten des Gotteshauses ans Licht. Diese sowie der im unzerstörten Anbau der Synagoge erhaltene Raum der jüdischen Schule und die im Keller erhaltene Mikwe sind zu besichtigen. Die virtuelle Rekonstruktion der Synagoge in 3D-Echtzeitsimulation mit VR-Brille und gleichzeitiger Projektion auf einen 2D-Screen steht  außerdem zur Verfügung.  Die realen und virtuellen Führungen werden durch Mitglieder des Arbeitskreises GröschlerHaus im Jeverländischen Altertums- und Heimatverein durchgeführt. Der Eintritt ist frei.
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SUMMARY:Tag des offenen Denkmals: Jüdischer Friedhof
DESCRIPTION:Führung über den jüdischen Friedhof von Jever durch Mitglieder des Arbeitskreises GröschlerHaus \n\n\n\nJüdischer Friedhof von Jever (Foto: H. Peters)\n\n\n\nDie 221 erhaltenen Grabstätten des Friedhofs in Hohewarf-Schenum sind das wertvollste Zeugnis der jüdischen Geschichte von Jever. Sie gleichen einem steinernen Buch der Erinnerung. Der älteste\, erhaltene Grabstein auf dem 1779 errichteten Friedhof stammt aus dem Jahr 1795. Das Kriegsende 1945 vereitelte den Plan der Nationalsozialisten\, den Friedhof für die Lagerung von Straßenbaumaterialien einzuebnen. Die britische Militärregierung und der aus Berliner Zwangsarbeit befreite Erich Levy (1891 – 1967) setzten die Wiederherstellung der verwüsteten Grabstätten durch. Levy ließ hier Denkmäler zur Erinnerung an die jüdischen Opfer der NS-Zeit und die 1938 zerstörte Synagoge errichten. Zuletzt wurde hier der 1950 aus dem Exil zurückgekehrte Friedrich „Fritz“ Levy (1901- 1982) beerdigt. Auch wegen seiner gut erhaltenen Substanz ist der Friedhof ein für die gesamte Region bedeutsames Denkmal. Der Eintritt ist frei.
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SUMMARY:Hein Bredendiek: Der Dichter und der Nationalsozialismus
DESCRIPTION:Vortrag von Dr. Andreas Wojak \n\n\n\nEintritt frei \n\n\n\nHein Bredendiek (1906 – 2001) zählt zu den großen Fi­guren der niederdeutschen Literatur. Der Oldenburger Gymnasiallehrer\, der aus Jever stammte und hier auch kurz am Mariengymnasium unterrichtete\, machte sich zunächst vor allem als Kunstmaler einen Namen. Zu Lebzeiten erhielt er hohe Auszeichnungen und Preise; die Stadt Jever verlieh ihm 1986 die Ehrenbürgerschaft\, die Stadt Oldenburg das Große Stadtsiegel\, und posthum erfolgten in Jever und in drei weiteren Ortschaften Straßenbenennungen nach ihm. \n\n\n\nHein Bredendiek um 1950 (Sammlung A. Wojak)\n\n\n\nBredendiek verfasste viele Hörspiele und trat als Autor zahlreicher Bücher und Erzählungen in niederdeutscher Sprache hervor. Fünfundzwanzig Jahre lang führte er den Schrieverkring Weser-Ems. Auch der Nationalsozialismus spielte in seinen Texten hin und wieder eine Rolle; allerdings räumte er seine eigene Beteiligung erst im hohen Alter ein. In seinen Lebenserinnerungen\, 1998 veröffentlicht\, gibt er an\, seit 1933 Mitglied der NSDAP und der paramilitärischen SA gewesen zu sein. Nicht lange davor noch hatte er in einem Interview eine Partei-Mitgliedschaft verneint. Das Eingeständnis in seiner Autobiografie blieb jedoch bisher fast ohne jede öffentliche Resonanz. Bis in die jüngste Zeit hinein wurde in ehrenden Rückblicken Bredendieks NS-Vergangenheit ausgespart. Dabei lassen Texte\, davon einer aus der Nazizeit\, der bisher unbeachtet blieb\, deutliche Rück­schlüsse auf seine Haltung zu. \n\n\n\nAuszeichnung von Hein Bredendiek am 28. September 1986 mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Jever durch Bürgermeister Dr. Heinz Behrends. (Foto Helmut Burlager)\n\n\n\nDer Arbeitskreis GröschlerHaus im Heimatverein Jever freut sich sehr\, mit Dr. Andreas Wojak einen engagierten Journalisten und Autor\, begrüßen zu dürfen\, der sich in Radiofeatures\, Vorträgen und Veröffentlichungen intensiv mit dem Thema Nationalsozialismus und seinen Folgen auseinandergesetzt hat. Wojak\, geboren 1952\, stammt aus Ostfriesland\, ist plattdeutsch aufgewachsen und lebt in Oldenburg. Seine 1992 veröffentlichte sozialhistorische Dissertation über Moordorf in Ostfriesland erregte über die Region hinaus Aufsehen. In seinem Projekt „Kriegsbriefe“ ging es auch um die Verstrickung seiner eigenen Familie. \n\n\n\nEin Vortrag Wojaks über die Ehrung des ehemaligen SS-Mediziners Arend Lang durch die Ostfriesische Landschaft 1976 mit der „Ubbo-Emmius-Medaille“ führte erst vor kurzem zur posthumen Aberkennung dieser höchsten Auszeichnung Ostfrieslands. Neben Hein Bredendiek hat sich Wojak mit weiteren niederdeutschen Schriftstellerinnen und Schriftstellern beschäftigt\, so mit Wilhelmine Siefkes\, Oswald Andrae\, Johann Schoon und Greta Schoon. \n\n\n\nIm Anschluss an den Vortrag wird Gelegenheit sein\, mit dem Referenten und untereinander ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei. Der Vortrag von Hans-Jürgen Klitsch über den bisher fast vergessenen jüdischen Schriftsteller und Meister der spitzen Feder Joseph Mendelssohn (1817 – 1856) aus Jever steht jetzt online. Die Vita von Mendelssohn ist\, wenn man so will\, ein geschichtliches Gegenbild zu der von Karl-Heinz „Hein“ Bredendiek 100 Jahre später.
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