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SUMMARY:Zurückgeblättert: Jever – Schüler erforschen NS-Geschichte ihrer Stadt
DESCRIPTION:Die Wiederaufführung einer TV-Dokumentation des ZDF\, die nach ihrer Erstausstrahlung im Sommer 1981 für viel frischen Wind in Jever gesorgt hat. \n\nTV-Dokumentation von Wolf Lindner\, Erstausstrahlung 28.6.1981\, ZDF\,  29 min.\nAufführung und Gespräch über den Beginn der Erinnerungsarbeit in Jever\nSchüler und Lehrer des dokumentierten Projekts von 1981 sind anwesend.\n\nEintritt frei! \n \nNach Jahrzehnten des Schweigens machte sich Anfang der 1980er Jahre eine neue Generation von Schülerinnen und Schülern Jevers daran\, die NS-Vergangenheit ihrer Schule\, des altehrwürdigen Mariengymnasiums\, und der gesamten Stadt zu erforschen. Die jungen Leute  blieben nicht im Klassenraum stecken\, sondern stellten eine ganze Reihe von Ausstellungen und Rundfunksendungen auf die Beine. Diese fanden großen öffentlichen Anklang\, aber auch entschiedene Gegner\, wie z.B. das Jeversche Wochenblatt\, das zensierend eingriff\, und die Ewiggestrigen\, die die Jugendlichen als „Nestbeschmutzer“ diffamierten. \nDabei waren es Einwohner Jevers selbst gewesen\, die schon weit vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 ihre Stadt zu einem der braunsten Flecken  des gesamten Reichs gemacht hatten. Die Schülerinnen und Schüler fanden auch heraus\, dass gerade „ihr“ Mariengymnasium Keimzelle des Antisemitismus und des großen Erfolgs der NSDAP im Jeverland gewesen war. Ihr  wichtigster Verbündeter bei diesem Griff in die Kloake war der 1950 aus dem Exil nach Jever zurückgekehrte Fritz Levy (1901-1982). Dieser letzte jüdische Einwohner Jevers sagte über das „plötzliche Verschwinden“ der NS-Zeit Jevers immer: „Dann war ich der einzige Nazi. Denn einer zumindest muss es doch gewesen sein!“ \nZwei Schüler und eine Schülerin des Mariengymnasiums beim Aufbau einer Ausstellung der Projektinitiative „Jever in der NS-Zeit“\, Mai 1981\nAls der Frankfurter Regisseur Wolf Lindner im Mai 1981 mit den Dreharbeiten für seine TV-Dokumentation begann\, traf er auf eine Stadt in innerer Aufruhr. Sie war gespalten in Befürworter und Gegner der Geschichtsarbeit und der Rolle von Fritz Levy\, den manche als „Zumutung für Jever“ ansahen. Gleichzeitig entfalteten Neofaschisten um den Schüler Hartmut Heger Aktivitäten\, gegen die sich das Antifaschistische Bürgerkomitee Jever wandte\, bei deren Mitgliedern prompt Fensterscheiben eingeworfen wurden. \nLinder gelang es in dem preisgekrönten Film\, die Atmosphäre dieser Jahre einzufangen und gleichzeitig ein Lehrstück darüber zu produzieren\, mit welchen Methoden die Gruppe von Jugendlichen bei der Geschichtsarbeit vorging. Der Film mit seinen nostalgischen Aufnahmen von Jever kann heute noch mit großem Gewinn als Anleitung zur Projektarbeit dienen und er bleibt – leider – aktuell. „Zurückgeblättert“ kam an einem Sonntag im August 1981 zur besten Sendezeit  zur Ausstrahlung\, ermutigte viele in Deutschland\, selbst einmal nachzufragen\, und brachte die alten Kräfte in Jever zum Schäumen. \nHeute noch bekannte Bürger der Region kommen im Film zu Wort wie Fritz Levy\, Oswald Andrae\, Hein Bredendiek\, Ommo Ommen\, Hartmut Peters\, Iko Andrae\, Eckhard Harjes\, Manfred Redelfs  und die Lehrerin Dorothea Vogt\, die wegen ihres Eintretens für die DKP 1981 vom Dienst suspendiert wurde. \nWie weit Wolf Lindners schnörkelloser Ansatz seiner Zeit voraus war\, zeigt sich heute\, wo eine systematische Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Demokratiefeindlichkeit nötiger denn je geworden ist. \nIn dieser Zeit wurde die Geschichtsarbeit in Jever begründet\, die über die Einladung der Überlebenden des Holocaust (1984)\, zum Mahnmal für die Ermordeten Juden Jevers (1996)\,  zur Gründung des GröschlerHauses (2014) und gegenwärtig zum Treffen von über 50 Nachkommen der Überlebenden in Jever ab dem 18. April 2023 führt. \nDer Aufführung folgt ein Podiumsgespräch über den Film\, seine Hintergründe und seine bis in die Gegenwart reichenden Folgen.  An ihm werden auch Protagonisten von 1981 – wie Manfred Redelfs\, Iko Andrae\, Eckhard Harjes\, Hartmut Peters sowie Dorothea Vogt – teilnehmen. Der Regisseur Wolf Lindner ist ebenfalls eingeladen.
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SUMMARY:Biografien – Nachkommen von Juden aus Jever sprechen über ihre Familiengeschichte und über ihr jetziges Leben
DESCRIPTION:Vom 18. bis 22. April findet eine Besuchswoche von Nachkommen früherer\, jüdischer Bürger Jevers statt. Der Arbeitskreis GröschlerHaus erwartet rund 50 Gäste aus vielen Teilen der Welt (Australien\, Kanada\, USA\, Israel\, England u.a.m.). \nAm 19. April stellen sich die Gäste anhand von signifikanten Fotos selbst vor. Der in englischer und deutscher Sprache gehaltene Abend wird von Jürgen Ploeger-Lobeck und Kati Finke moderiert. \nDer Eintritt ist frei. \n\nProgramm zur Besuchswoche vom 18. bis 22. April 2023
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SUMMARY:Die jeverschen Juden und ihre Synagoge: Emanzipation – Verfolgung – Nachkriegszeit.
DESCRIPTION:In den letzten drei Monaten hatte das GröschlerHaus geschlossen. Es öffnet wieder Sonntag\, 23. April\, 11 Uhr\, mit der Eröffnung der neuen Dauerausstellung „Die jeverschen Juden und ihre Synagoge: Emanzipation – Verfolgung – Nachkriegszeit.“ Zur feierlichen Eröffnung laden wir Sie herzlich ein! \n\nBroschüre zur Ausstellungseröffnung „Die jeverschen Juden und ihre Synagoge: Emanzipation – Verfolgung – Nachkriegszeit.“\n\nDie Ausstellung zeichnet anhand von biografischen Zeugnissen\, Fotos und Dokumenten die Geschichte der Juden Jevers und ihrer Synagoge nach. Der Schwerpunkt liegt auf der jüdischen Emanzipation ab 1840 und der Verfolgung im nationalsozialistischen Deutschland. Weitere Themen: die Nachkriegszeit ab 1945\, die um 1980 einsetzende Erinnerungsarbeit an das „jüdische Jever“ sowie die Präsentation von baulichen Fundstücken der 1938 zerstörten Synagoge\, auf deren Grundstück sich das GröschlerHaus befindet. \nAb dem 25. April ist die Ausstellung während der regulären Öffnungszeiten (Dienstag  & Freitag 10 – 12 h\, Donnerstag 15 – 17 h) und nach terminlicher Abklärung über info@groeschlerhaus.eu zu besichtigen. \nWir freuen uns auf Ihren Besuch!
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