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SUMMARY:Sommerferien 22. Juni – 4. August 2024: Ferienpass - Filme in Kooperation mit den Filmfreunden Friesland
DESCRIPTION:Nähere Details zu den Aktionen werden noch bekannt gegeben.
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CATEGORIES:ERINNERN UND EINMISCHEN – 10 Jahre GröschlerHaus
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SUMMARY:"Die achte Stimme" - ein Kriminalroman aus dem Jahr 1930 über die Erzeugung von Judenhass. Lesung von Mirko Schädel
DESCRIPTION:„Die achte Stimme” von Franz Elmauer\, Wien 1930\, wurde 1935 von den Nationalsozialisten verboten. Der Kriminalroman-Experte Mirko Schädel (Krimimuseum Jever) hat das kulturgeschichtlich wichtige\, aber bis heute komplett vergessene Werk wiederentdeckt und jüngst in seiner Reihe „Krimimuseum Publisher“ als Band 23 neu aufgelegt.    \n\n\n\nDer Wiederentdecker Mirko Schädel: “Geradezu prophetisch werden uns die Manipulationsmechanismen der Populisten vor Augen geführt. Und wer\, bitte schön\, bemerkt nicht die Parallelität der Ereignisse des Romans mit unserer Gegenwart.”\n\n\n\nDer stilistisch eindrucksvolle und nie langweilige Roman entwirft ein Sittengemälde der österreichischen Gesellschaft –  während eine antisemitische Partei die Staatsmacht ergreifen will. Opfer der eiskalt geplanten Kampagne zur Erzeugung von Judenhass wird ein jüdischer Kleinhändler eines Städtchens bei Wien. Ihm wird mit allen Methoden der Desinformation der Mord an einer jungen Frau in die Schuhe geschoben. Die uralte\, absurde Mär vom jüdischen Ritualmord soll von der eigenen kriminellen Verschwörung gegen die Demokratie und die Menschlichkeit ablenken.  \n\n\n\nFranz Elmauer gelingt es\, durch geschickte Handlungsführung Spannung zu erzeugen und immer auf Temperatur zu halten. Derweil durchleuchtet  er wie nebenbei die Absichten der  Verschwörungstheorien  gegen die Juden.  Er zeigt auf\, wie Opportunismus entsteht\, wenn vorauseilender Gehorsam und Hoffnung auf den kleinen\, persönlichen Vorteil Wissen und Gewissen ausschalten. Aber der Roman zeigt auch auf\, wie Abhilfe funktioniert. \n\n\n\nEs ist erstaunlich\, dass ein solcher Roman bis heute unbekannt geblieben ist. Auch über Franz Elmauer ist – trotz aller Recherchen – gegenwärtig noch nichts Verlässliches bekannt. Möglicherweise handelt es sich um ein Pseudonym. \n\n\n\nDer Roman ist bei der Lesung\, über www.krimimuseum.de und das Krimimuseum\, 26441 Jever\, Am Kirchplatz 17 erhältlich. \n\n\n\nKrimimuseum Publisher\, Band 23: Franz Elmauer: Die achte Stimme\, 1930\, 236 Seiten\, 16 Euro. Erhältlich beim Krimimuseum\, Am Kirchplatz 17\, 26441 Jever
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SUMMARY:The Zone of Interest - Holocaust-Drama über die Familie von Rudolf Höß\, welcher 1940 Kommandant des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau wird
DESCRIPTION:Der Film erhielt 2024 den Oscar als „bester internationaler Film“.\n\n\n\nRegie: Jonathan Glazer. Mit Sandra Hüller und Christian Friedel als Ehepaar Höß. \n\n\n\nIn Kooperation mit den Kinofreunden Friesland e.V.. Kein Freier Eintritt. \n\n\n\nKurzinhalt: Hedwig Höß (Sandra Hüller) heißt ihre Mutter willkommen. Es ist deren erster Besuch in der stuckverzierten Villa\, in der Hedwig zusammen mit ihren Kindern und ihrem Mann Rudolf (Christian Friedel) lebt. Die Sonne scheint\, der Garten ist gepflegt\, die Blumen blühen\, der Hund lässt sich von seiner Nase durch das Grün treiben\, Gemüse und Kräuter gedeihen\, die Sonnenblumen stehen übermannshoch\, die Kinder planschen im Wasser. Die Familie Höß scheint in einer Bilderbuchidylle zu leben. Nur abseits der Grundstücksmauern wird klar\, dass hier – am Rande des Vernichtungslagers Auschwitz – die Hölle auf Erden ist…
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SUMMARY:Inner Circle - Outer Circle (Film)
DESCRIPTION:Von Rassismus betroffene Menschen aus Wilhelmshaven und Oldenburg berichten in einem Film (45 min.\, 2024) aus ihrem Leben und stehen im Anschluss zum Gespräch zur Verfügung. Der Eintritt ist frei. \n\n\n\n\n\n\n\nGefördert von der Bundeszentrale für Politische BildungIn Kooperation mit Dekoniales Netzwerk Nordwest (Dekol) \n\n\n\nAnschließend findet ein Publikumsgespräch mit den porträtierten Menschen sowie der Regisseurin statt.  Die Veranstaltung ist eine rare Möglichkeit für Nicht-Schwarze\, Berührung zu den Lebensrealitäten und Perspektiven Schwarzer zu bekommen und sich mit unterschiedlichen Formen von Rassismus im Alltag und bei den Institutionen auseinanderzusetzen.Die Erfahrungen mit Rassismus und die damit verbundene Wahrnehmung und Bewältigung dieser Erfahrungen sind generationenübergreifend verschieden und häufig sehr unterschiedlich. Dies liegt auch daran\, dass  Afrika die Menschen anders prägt als Europa. Aufgrund  unterschiedlicher Perspektiven gehen schwarze Menschen auch unterschiedlich mit den Kränkungen durch Rassismus um und entwickeln verschiedene Strategien und Widerstandsfähigkeiten.Für die  BPoC (Black and People of Colour) im Landkreis Friesland bis hin zu Wilhelmshaven\, Oldenburger Land und den Küstenregionen gibt es – abseits der großen Metropolen – nur wenig Möglichkeit\, sich zu vernetzen und auszutauschen.„Trotz der erschwerten Bedingungen im ländlichen Raum ist es uns inzwischen teilweise gelungen\, uns mit anderen BPoC und insbesondere mit durch anti-schwarzen Rassismus Betroffenen zu vernetzen“\, erläutert Wilma Nyari.Ein Mittel der Selbstvernetzung  war auch die Entstehung des vorliegenden Films\, der von der Bundeszentrale für politische Bildung\, Each one teach one Berlin und dem Kulturladen Huchting  gefördert wurde. Die Filmaufnahmen schufen eine biografische Erzählreise\,  die den Lebenswegen\, Realitäten und oft schmerzvollen Erfahrungen von Afrodeutschen im ländlichen Umfeld Raum gibt. Nyari: „Die Machtstrukturen der weißen Dominanzgesellschaft sind für viele Schwarze nicht sofort erkennbar. Wer hört uns zu\, wem können wir vertrauen? Was passiert mit unseren Erfahrungen? Wie und wo können schwarze Menschen im ländlichen Raum unsere Erlebnisse teilen? Wem und wo zeigen wir uns und unsere Erfahrungen?“Solche Festhaltung Schwarzer Lebensrealitäten durch biografische Arbeit wurde von den Protagonistinnen des Films als stärkend und selbstbemächtigend wahrgenommen. Zwei von ihnen sind bereit\, im GröschlerHaus ihre Erfahrungen auch persönlich zu teilen.Wilma Nyari wuchs in Heimen auf\, wo sie Gewalterfahrungen machen musste\, Rassismus und Diskriminierung erlebte. Seit Jahrzehnten engagiert sie sich politisch und gesellschaftlich – zunächst in Hessen\, wo sie lange lebte. Mitte der 1980er Jahre begründete sie die Initiative Schwarzer Deutscher (ISD) mit. 2021 rief sie in Wilhelmshaven das Forum Koloniales Erbe ins Leben und kuratiert hier und deutschlandweit Projekte zu Dekolonisierung\, Antirasssismus und Empowerment. \n\n\n\nDie Regisseurin Wilma Nyari (Foto privat)
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SUMMARY:Extremismus der Mitte - der Aufstieg der NSDAP im Jeverland bis 1933 und das Bürgertum
DESCRIPTION:Ein Powerpoint-Vortrag über die Geschichte des Extremismus der Mitte im Jeverland von Hartmut Peters. \n\n\n\nEs gibt nur wenige Regionen\, die der NSDAP so früh und so massiv folgten wie das Jeverland. 1924 gaben ihr hier 22\,6 % (Reich 6\,6 %) der Wähler die Stimme\, 1933 waren es dann 62\,8 % (Reich 43\,9 %). Aber nicht genug. Bei den Niedersächsischen Landtagswahlen 1951 machten 22\,1 % der Wähler die Sozialistische Reichspartei zur zweitstärksten politischen Kraft des Jeverlands. Kurz danach wurde die NS-Nachfolgepartei vom Bundesverfassungsgericht verboten. \n\n\n\nHakenkreuzfahne am Schlossturm Jever um 1934 (Sl. H. Peters)\n\n\n\nHartmut Peters sieht den Schlüssel zur Erklärung nicht allein in den Rahmenbedingungen Weimars und in der begünstigenden Sozialstruktur des Jeverlands\, sondern bei namhaften Exponenten der eingesessenen bürgerlichen Eliten: „Der Aufstieg war hausgemacht\, getragen von Studienräten des Mariengymnasiums\, leitenden Verwaltungsbeamten\, dem Jeverschen Wochenblatt\, Kaufleuten\, Wortführern des Landvolks und den evangelischen Pastoren. Das möchte ich an Biografien und Dokumenten aufzeigen.“ Als verbindenden Kitt sieht Peters Judenhass und Ablehnung von Demokratie und kultureller Moderne quer durch beinahe alle etablierten politischen Lager. Laut Peters wurde bisher aber fast manisch nur auf die NSDAP gestarrt\, während die im historischen Schatten der offenen Verbrecher operierenden Eliten der „Mitte“ ungeschoren davon kamen. Obwohl sie dieselben extremistischen Grundüberzeugungen besaßen. \n\n\n\nDer Historiker und Soziologe Hartmut Peters (Foto privat)\n\n\n\nAm Ende Vortrags stehen offensichtliche Unterschiede und Gemeinsamkeiten der politischen Zeiten damals und heute zur Diskussion. Der langjährige Lehrer am Mariengymnasium Jever Hartmut Peters hat die NS-Geschichte des Jeverlands und der Juden der Region erforscht und seit 1984 darüber publiziert. Seine Aufsätze sind auch über die Webseite groeschlerhaus.eu zugänglich.
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