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SUMMARY:Vernissage - Fotoausstellung: Lager und Stellplätze von Sinti und Roma
DESCRIPTION:Hiermit laden wir Sie herzlich zur Fotoausstellung „Lager und Stellplätze von Sinti und Roma: NS- Zeit und Nachkriegsdeutschland“ und zur Vernissage am 11. Dezember 2025\, 17 Uhr\, im Schloss Jever (Steinsaal) ein.  \n\n\n\nEs spielt die Sinti Jazz Connection von Manolito Steinbach. \n\n\n\n\n\n\n\nDer Grafiker und Kurator Jürgen Biella vom Verein der Freunde der Sinti e.V. Oldenburg hat in den vergangenen Jahren bereits eine Reihe von Ausstellungen erarbeitet\, so zum Beispiel über die Sinti-Swing Legende Django Reinhardt. Zur Vorbereitung der aktuellen Ausstellung hat er jetzt Neuland betreten. Er musste dafür lange recherchieren\, denn die wissenschaftliche Literatur über Sinti und Roma ist an sich schon spärlich gesät\, aber Fotos von Lagern und Stellplätzen sind extrem selten zu finden.    \n\n\n\nDie Sinti-Familie Anton und Gertrud Laubinger im Juni 1950 auf dem Stellplatz am Dünkagel\, östlicher Stadtrand von Jever (Stadtarchiv Wilhelmshaven\, 5000\, Hartog 2004)\n\n\n\nDie gefundenen Fotodokumente aus verschiedenen deutschen Städten veranschaulichen eindringlich die aufgezwungenen Lebensverhältnisse dieser ethnischen Minderheit und geben einen Einblick in bestimmte Kontinuitäten ihrer Diskriminierung auch in der Nachkriegszeit.  Denn der Zusammenbruch des NS-Terrorregimes 1945 erfüllte nicht die Hoffnungen auf ein Ende  des Antiziganismus in Behörden und Gesellschaft. Bis 1982 sprachen die Gerichte den Überlebenden ab\, überhaupt „rassisch“ verfolgt gewesen zu sein. Erst 1997 stellte die Bundesrepublik die Verfolgung der Sinti und Roma mit der der Juden gleich. \n\n\n\nZwei der Ausstellungstafeln zeigen\, wie auch die Stadt Jever und der Verein der Getreuen Bismarcks Anfang der 1950er Jahre es zusammen bewerkstelligten\, Sinti-Familien von ihren Stellplätzen am Rand der Stadt  zu vertreiben. \n\n\n\nDer Oldenburger Musiker der Sinti Jazz Connection und Buchautor Manolito Steinbach\n\n\n\nDer Oldenburger Musiker und Buchautor Manolito Steinbach sagt: „Ich stehe stellvertretend für die zweite und dritte Generation der Opfer von Auschwitz. Sehr früh habe ich persönlich erfahren\, was Rassismus und Antiziganismus bedeuten. Denn ich wurde von meinen Mitschülern gehänselt und gemobbt\, weil ich ein Angehöriger der Sinti bin. \n\n\n\nIch bin bei meiner Oma aufgewachsen\, sie hat Auschwitz überlebt. Ich habe von ihr als Kind erfahren\, was mit uns Sinti im Zweiten Weltkrieg im Nationalsozialismus passiert ist. Mir ist es sehr wichtig\, anderen davon zu erzählen. Denn das\, was damals passiert ist\, könnte wieder passieren. Rassismus und Antiziganismus sind bei vielen Menschen immer noch im Kopf. Es ist wichtig\, offen über diese Themen sprechen\, um ein Bewusstsein zu schaffen und Diskriminierung zu bekämpfen.“  \n\n\n\nDie Fotoausstellung ist ein Projekt der Freunde der Sinti Oldenburg e.V. zusammen mit dem Schloss-Museum und dem GröschlerHaus Jever. Manolito Steinbach vertritt den Sinti-Verein Maro Tchatchepen („Unsere Wahrheit\, unser Recht“) e.V. \n\n\n\nVeranstalter: Schlossmuseum Jever und GröschlerHaus Jever zusammen mit dem Verein der Freunde der Sinti e.V. Oldenburg
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