Neue Veranstaltungen
Liebe Freundinnen und Freunde des GröschlerHauses,
heute möchte ich Sie auf eine ganz besondere Veranstaltung hinweisen:

Am 6. Mai 2026 jährt sich der 125. Geburtstag von Fritz Levy. An diesem Tag erscheint der dritte Band der Fritz-Levy-Trilogie, der Roman „Fritz Levy - Alles gewonnen, aber totgesiegt. Spuren eines Lebens" von Eckhard Harjes. Der Schriftsteller und Singer/Songwriter, der Levy persönlich kannte und sich mit ihm intensiv auseinandergesetzt hat, liest aus seinem druckfrischen Werk und greift dabei immer wieder zur Gitarre.
Fritz Levy - Alles gewonnen, aber totgesiegt
Lesung & Musik mit Eckhard Harjes:
Mittwoch, 6. Mai 2026, 19 Uhr
GröschlerHaus Jever, Gr. Wasserpfortstr. 19
Eintritt frei!
Reservierungen sind über info@groeschlerhaus.eu möglich.
Der Verlag FUEGO/Bremen schreibt über das Buch:
>> Viehhändler Fritz Levy - bekannt als „der letzte Jude von Jever" - geboren 1901 - Flucht vor den Nazis 1939 nach Shanghai und San Francisco - Rückkehr nach Jever 1950. Jahrelange Entschädigungsprozesse - seine Viehhandlung kann Fritz Levy nie wieder aufbauen - schwere Depressionen in den 1960er Jahren. Fritz Levy steht wieder auf in den 1970er Jahren - nennt sich „Berufsverbrecher, Viehlosoph und Stabsdirektor" - nimmt kein Blatt vor dem Mund - streitet mit Jevers Bürgern und der örtlichen Tageszeitung. Überfälle - Morddrohungen - Entmündigungsversuche - Fritz Levy klagt und wird verklagt. 1981 kandidiert Fritz Levy für den Stadtrat - Ratsmitglied - Freitod 1982.
Fritz Levy war ständig vor Gericht. In „Alles gewonnen, aber totgesiegt" schreibt Eckhard Harjes über Gerichtsprozesse, die Fritz Levy nach seiner Rückkehr aus dem Exil führte oder führen musste. Der Autor macht die bedrückende Situation in Jever verständlich, in die Fritz Levy zurückgekehrt ist. Dabei lässt Harjes Fritz Levy und die Gerichtsakten selbst sprechen. Alle Texte stammen aus dessen Nachlass, der aus Tausenden von Dokumenten besteht. <<

Der Schauspieler und Autor Jonas Schlagowsky führte in den vergangenen Monaten mehrfach und mit großer Resonanz vor Klassen des Mariengymnasium Jever sein Theaterstück „Wer kannte Fritz Levy?" auf. Wegen des großen Interesses hat Schlagowsky jetzt zusammen mit Julie Paucker eine Version für die Öffentlichkeit erarbeitet. Veranstalter sind Felix Worpenberg & Die Soziale Fiktion.
„Wer kannte Fritz Levy?" Theaterstück von und mit Jonas Schlagowsky
24., 25., 26. April 2026 - um 19 Uhr
Aula des Mariengymnasiums Jever
Eintritt: 10 € / 5 €
Reservierungen: tickets@sozialefiktion.org
Verkauf: Abendkasse
Was ist zu erwarten?
Moritz Dierken stürmt in die Aula seiner ehemaligen Schule. Er trägt ein Schild bei sich, auf dem steht: „Wer kannte Fritz Levy?" Sein soziales Experiment auf dem jeverschen Markt am Kirchplatz ist offensichtlich schiefgelaufen. Auf der Flucht sucht er Zuflucht in seinem alten Schulgebäude. Doch die Aula ist nicht leer - und so beginnt ein Gespräch. Stück für Stück entfaltet das Stück jetzt die Lebensgeschichte von Fritz Levy - und mit ihr auch Moritz´ eigene. Ausgehend von Recherchen und Interviews mit Zeitzeugen sowie Menschen, die sich wissenschaftlich mit dem jüdischen Erbe von Jever beschäftigen, bringt Jonas Schlagowsky in einem Solo-Stück die Auseinandersetzung mit Fritz Levy für die Gegenwart auf die Bühne.
Mit freundlichen Grüßen,
Hartmut Peters
(Redaktion von groeschlerhaus.eu)