Stolpersteine Wilhelmshaven – Begleitheft zur Gedenkveranstaltung am 30.05.2026

Anlässlich der Verlegung der Stolpersteine für Ernst & Frieda de Taube, Max & Frieda Feybusch, Kurt & Hanna Geber und den Familien Korn, Zabner & Hirschberg, sowie Josefa Egberts

Begleitheft zum Download

Verlegungsorte der Stolpersteine in Wilhelmshaven

Es ist Zeit, sich an die Vergessenen zu erinnern

Stolpersteine sind kleine Zeichen mit großer Bedeutung. Sie erinnern dort an Menschen, wo sie gelebt haben – mitten im Alltag, mitten in der Stadt. Auch in Wilhelmshaven machen sie seit der ersten Verlegung im Februar 2025 jüdische Lebensgeschichten sichtbar, die durch Verfolgung, Deportation und Mord gewaltsam beendet wurden.
Die Stolpersteine knüpfen damit an die Geschichte einer jüdischen Gemeinde an, die seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Teil des Stadtbildes war und in den 1920er Jahren ihren zahlenmäßigen Höchststand erreichte, bevor sie durch die nationalsozialistische Verfolgung vollständig zerstört wurde.
Die Verlegung der ersten Stolpersteine war für uns nicht nur ein Akt des Gedenkens, sondern zugleich ein Anfang. Sie hat gezeigt, wie viel trotz bestehender Erinnerungsarbeit bislang unbeachtet geblieben ist und wie viele Schicksale in Wilhelmshaven noch darauf warten, öffentlich erinnert zu werden. Im Mittelpunkt der ersten Verlegung standen im Februar des vergangenen Jahres die Familien Fränkel, Hartog, Magnus, Schiff und ter Berg, deren Lebenswege exemplarisch für jüdisches Leben in Wilhelmshaven betrachtet wurden – Kaufleute, Gemeindemitglieder, Familien mit Kindern, kurz: Menschen, die Wilhelmshaven mitprägten und bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten ein fester Bestandteil waren. Ihre Geschichten verdeutlichen zugleich die unterschiedlichen Formen nationalsozialistischer Verfolgung, von Entrechtung und wirtschaftlicher Zerstörung über Vertreibung und Emigration bis hin zu Deportation und Mord.
Mit mühevoller Kleinarbeit, vielen Stunden Recherchen und vielen gemeinsamen Treffen, um die richtigen Worte zu finden, hat sich eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern um die Aufarbeitung bemüht und wir alle waren froh, dass diese Arbeit nun seit Februar langfristig sichtbar geworden ist. Ein aufregender Tag, auf den wir alle lange hingefiebert haben, der mit viel positiver Aufregung verknüpft bleiben wird und an dem wir nachmittags müde, aber sehr zufrieden nach Hause gegangen sind.
Besonders gefreut hat uns, dass wir dabei von so vielen Menschen begleitet worden sind, die sich mit uns bei eisigen Temperaturen auf den Weg gemacht haben. Das hat noch einmal mehr gezeigt, wie wichtig dieses Thema in der Stadt zu sein scheint. Ganz besonders war für uns zudem, dass wir mit dem Ehepaar Hepburn aus Brighton, Angehörige der Familie Hartog, so wertvolle Gesprächspartner und inzwischen Freunde gewonnen haben. Aus dieser Arbeit heraus entstand der Wunsch, die Erinnerung nicht an diesem Punkt enden zu lassen, sondern fortzuführen und zu vertiefen.

In dieser Broschüre stellen wir die Ergebnisse unserer weiteren Recherchen vor. Im Mittelpunkt stehen Familien und Einzelpersonen, die in Wilhelmshaven gelebt haben und Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurden. Unsere Arbeit konzentriert sich dabei vor allem auf jüdische Familien; darüber hinaus wird auch erstmals das Schicksal eines Opfers der nationalsozialistischen „Euthanasie“ näher beleuchtet. Ihre Namen, Lebenswege und Geschichten sollen durch die Verlegung weiterer Stolpersteine dauerhaft sichtbar gemacht und im öffentlichen Gedächtnis bewahrt werden.

Erinnerung bedeutet für uns mehr als das Festhalten von Daten und Fakten. Sie bedeutet, Menschen als Nachbarinnen und Nachbarn wahrzunehmen, als Teil der Stadtgeschichte und der Stadtgesellschaft. Gerade heute ist es wichtig, sich dieser Verantwortung bewusst zu bleiben und dem Vergessen aktiv entgegenzutreten. Mit dieser zweiten Verlegung möchten wir die Erinnerung in Wilhelmshaven weitertragen, vertiefen und sichtbar machen – als Zeichen gegen Antisemitismus, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit und als Aufforderung, wachsam zu bleiben.

Damit Geschichte sichtbar bleibt.

Foto von Hartmut Peters

Ernst und Frieda de Taube

Frieda de Taube, geb. ter Berg, wurde am 8. November 1912 in Rüstringen, Wilhelmshaven geboren. Sie wuchs als Tochter von Levie und Clara ter Berg in einer jüdischen Familie auf. Die Eltern und die älteste Schwester Reta wurden in Riga in den 1940ern ermordet. Für diesen Teil der Familie sind bereits Stolpersteine verlegt. Genauere Informationen finden Sie in der ersten Broschüre (siehe QR-Code S. 12 in alter Broschüre).
Sie hatte noch zwei weitere Schwestern, Hanna Geber und Berta Zabner; sie werden wie Frieda in diesem Jahr gemeinsam mit ihren Familien Stolpersteine erhalten. Am 29. Dezember 1938 heiratete sie Ernst de Taube in Wilhelmshaven und trug danach den Namen de Taube.

Frieda de Taube mit ihren Eltern Clara und Levie ter Berg. (Foto von Familie Willing)

Ernst de Taube wurde am 6. Februar 1889 in Neustadtgödens, Sande geboren und stammt ebenfalls aus einer jüdischen Familie. Ernst war das zweite von insgesamt acht Kindern, ist jedoch der Einzige, der von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Seine Geschwister überlebten weitestgehend in den USA.
Seine Eltern Samuel und Rosa de Taube, geb. Weinberg, und später auch er, waren erfolgreich in der Land- und Viehwirtschaft. Sein Zuhause befand sich ab 1909 in der Adalbertstraße 34. Später kauften seine Eltern das Horster Grashaus, das zu einem bedeutenden Ausbildungsbetrieb wurde und welches Robert und Ernst weiterführten.

Ernst um 1903. (Archiv Hartmut Peters: Sammlung Walter John Pohl)

Ernst kämpfte mit seinen Brüdern im Ersten Weltkrieg und war danach als Landwirt tätig. 1938 wurde er mit vielen anderen Juden nach der Reichspogromnacht in die Jahnhalle gebracht und kurzzeitig für ca. 5 Wochen in sogenannter “Schutzhaft” genommen.

Das Ehepaar war, wie viele andere Juden und Jüdinnen, von den Maßnahmen der Nationalsozialisten betroffen. So mussten auch sie im Jahr 1940 gemeinsam nach Berlin ziehen, vermutlich auch mit Hoffnung auf Sicherheit. In Berlin lebten sie zeitweise mit Ernsts Bruder Robert zusammen in Berlin-Schöneberg und leisteten noch Anfang 1943 Zwangsarbeit; Frieda arbeitete bei der Krone Presswerk AG in Lichtenberg, einem Unternehmen, was in großem Stil Zwangsarbeiter beschäftigte.
Ernst leistete zusammen mit seinem Bruder Zwangsarbeit bei der Deutschen Benzinuhrengesellschaft Aerobau Lehmann, einem Rüstungsbetrieb in Kreuzberg.

Sie lebten, so schildert es Robert de Taube nach dem Krieg, in einem ihnen gegenüber wohlwollendem Umfeld. So soll zunächst der Arbeitgeber der Brüder sie vor einer Deportation am Arbeitsplatz gewarnt haben, weshalb sie zuhause blieben. Robert, der schließlich einen Arzt aufsuchte, wurde wiederum von diesem gewarnt, dass die Nationalsozialisten nun auch Jüdinnen und Juden aus den Wohnhäusern deportierten. Robert lief der Erinnerung nach so schnell es ging nach Hause, konnte jedoch nur noch mit ansehen, wie Ernst und Frieda gerade von der SS weggebracht wurden. Das Ehepaar wurde gemeinsam Anfang März 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Max und Frieda Feybusch

Das Schicksal der Familie Feybusch reiht sich in eine Kette unzähliger Geschichten ein, deren Leben zur Zeit des Nationalsozialismus durch Verfolgung, Entrechtung und Tod zerstört wurden. Dennoch steht hinter jedem Namen ein eigenes Schicksal. Wir möchten an die Familie von Max Feybusch zu erinnern und ihren persönlichen Leidensweg sichtbar zu machen.

Foto Max (Bild: Nachfahren der Familie Feybusch)

Max Feybusch wurde am 05. Dezember 1877 in Stettin als ältester Bruder seiner sieben Geschwister (Martin, Clara, Paul, Siegmund, Betty, Grete und Julius) in eine assimilierte jüdische Kaufmannsfamilie hineingeboren. Mehrere seiner Geschwister und deren eigene Familien, wurden ermordet oder starben an den Haftfolgen. Das Gedicht, das sein Bruder später zu seiner Hochzeit über ihn schreibt, lässt darauf schließen, dass Max ein lebensfroher Mensch war, der schon als Kind gern Unsinn machte und wusste, was er wollte. Er arbeitete als Kaufmann, bevor er im Ersten Weltkrieg in einem Bautrupp der Marine in Wilhelmshaven diente. Aus dieser Zeit stammt auch das abgedruckte Foto.

1901 verlobte er sich mit Hedwig Silberstein, die er am 25. Januar 1904 in Berlin heiratete. Die beiden bekamen drei Söhne (Gerhard, Kurt und Adalbert). Hedwig verstarb am 11. Februar 1923, nachdem das Ehepaar schon länger getrennt lebte. Zu seinen Kindern hatte Max keinen Kontakt mehr. Gerhard und Adalbert konnten der Ermordung durch eine Flucht ins Ausland entgehen, Kurt wird 1943 in Auschwitz ermordet.
Wenig später heiratete Max erneut. Am 06. April 1923 nahm er die Protestantin Frieda Wilhelmine Louise Wilters (geb. 20. November 1893 in Wilhelmshaven) in Düsseldorf zur Frau. Im Oktober 1932 zogen Max und Frieda Feybusch zusammen in die Roonstraße 13 in Wilhelmshaven, der heutigen Rheinstraße.
In Wilhelmshaven betätigte sich Max als Kaufmann und belieferte Firmen und Geschäfte rund um Oldenburg. 1933 gründete er sein eigenes Unternehmen in der damaligen Gökerstr. 104. Bereits 1934 musste er dieses jedoch aufgrund von nationalsozialistischen Beschlüssen wieder abmelden. Er arbeitete weiter als Handelsvertreter, doch nach 1936 kündigten ihm viele seiner Kunden wegen seiner Einstufung als “Volljude”. Frieda erhielt Unterstützung durch ihre Familie und sicherte so und durch Näharbeiten den Lebensunterhalt. Dennoch brachten die Umstände das Ehepaar in finanzielle Not und ins Visier der Gestapo, die mehrfach das Ehepaar aufsuchte.

Am 20. Mai 1935 wurde Max für zwei Monate und zehn Tage zu einer Haftstrafe verurteilt, da er Geld von seinem Arbeitgeber veruntreut haben soll. Durch diese Verhaftung galt er als “asozial”, wodurch er am 17. Juni 1938 von der Gestapo inhaftiert und noch in der gleichen Woche ohne konkretes Urteil in das Konzentrationslager Sachsenhausen als Häftling Nr. 1181 deportiert wurde. In Sachsenhausen überlebte er ein Jahr und sieben Monate, bevor er am 14. Januar 1940 an den miserablen Lebensumständen verstarb, auch wenn in den o f f i z i e l l en Unterlagen sein Tod auf Altersschwäche zurückgeführt wurde. Seine Leiche wurde in einem Massengrab abgelegt.

Frieda schickte nach der Inhaftierung fortwährend Geld an die Gestapo, um Max‘ Freilassung zu erreichen, musste dies jedoch ab 1939 unter Androhung von Strafen unterlassen. Schließlich erfuhr sie von seinem Tod.

1942 heiratete Frieda Karl Feustel, um finanziell abgesichert zu sein. Die Ehe mit Max beschreibt sie später als glücklich und betont, dass sie sich trotz aller Repressalien durch die Gestapo nie von ihm getrennt hätte.

Nach dem Nationalsozialismus klagte sie auf Entschädigung und machte einen Schaden von 25.000 Reichsmark geltend. Sie beklagte den Verlust des Einkommens und persönlicher Gegenstände. Ihr wurden weiterhin schwere seelische Schäden attestiert. Nach vielen Jahren wurde sie teilweise entschädigt und als politisch Verfolgte anerkannt. Sie starb am 17. April 1976 in Wilhelmshaven.

Rheinstraße ca. 1920 (Bild: StA WHV 5652)

Kurt und Hanna Geber

Am 29. Mai 1929 sah Kurt Geber (geb. 10. Dezember 1905 in Erfurt) seine spätere Frau Hanna (geboren als Hanna ter Berg 14. Dezember 1907 in Wilhelmshaven) in einem Gartencafé, vermutlich in unserer Stadt. Er schreibt später darüber: „Es war Liebe auf den ersten Blick. Seitdem waren wir unzertrennlich.“ Heiraten konnten sie vorerst noch nicht, denn in der Marine bestand ein Gesetz, das Soldaten vor ihrem 27. Lebensjahr nicht heiraten durften. So heirateten die beiden am 29. Dezember 1932, drei Wochen nach Kurts 27. Geburtstag.
Sie bekamen drei Kinder: Ingrid (1930– 2019), Doris (1939–1981) und Dieter (1933–1985). Sie lebten zunächst in Wilhelmshaven.

Dort arbeitete Kurt bei der Marine, wurde aber entlassen, da seine Frau Hanna Jüdin war. Tochter Ingrid berichtet später, wie präsent dieses Thema war: „Es darf nicht auffallen, dass du jüdisch bist.“
Die Familie zog unfreiwillig nach Wuppertal, da Hanna dort zunächst noch nicht als Jüdin registriert war und Kurt sich selbstständig machen konnte. 1932 ließ Hanna sich, anlässlich der damals noch unüblichen interkonfessionellen Ehe, christlich taufen.

1937 verlor Kurt wegen seiner nach NSGesetzen weiterhin als jüdisch geltenden Frau seine Firma und arbeitete anschließend als Streckenarbeiter in Wuppertal. In der Nacht vom 24. auf den 25. Juni 1943 wurde Wuppertal angegriffen. Dabei wurde das Haus der Familie zerstört. Die Familie blieb noch drei Tage dort, dann zog die Mutter mit ihren drei Kindern in ein Forsthaus im Eichsfeld. Dort überlebten sie die letzten zwei Kriegsjahre.
Kurt wurde 1939 zum Kriegsdienst eingezogen, jedoch erneut wegen seiner Frau entlassen und arbeitete ab 1941 für die Reichsbahn. Er vermied es, dauerhaft bei seiner Familie zu wohnen, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Kurt wurde europaweit als Kraftfahrer eingesetzt und geriet 1945 in Kriegsgefangenschaft. In einem Lager reparierte er LKW der Amerikaner und konnte Anfang April fliehen.
Der Weg zurück war beschwerlich: Da die Rheinbrücken zerstört waren, setzte er mit einem Kahn über den Rhein und verletzte sich dabei schwer am Fuß. In Düsseldorf lieh er sich ein Fahrrad. Unterwegs wurde er von amerikanischen Soldaten festgesetzt, konnte jedoch erneut fliehen. Am 1. Mai 1945 kam er humpelnd und ausgehungert im Forsthaus im Eichsfeld an.
Nach dem Krieg zogen Hanna und Kurt nach Düsseldorf-Eller. Die Zeit war geprägt von Unsicherheit und Trauer, zugleich wurde sie als Befreiung empfunden. Dennoch wurde lange nicht darüber gesprochen.
Hanna litt an einer Nierenkrankheit, ihr war bereits in den 1930ern eine Niere entfernt worden. Sie starb am 11. Juli 1954 an Nierenversagen. Sie machte sich Vorwürfe, da sie überlebt hatte, weil sie ihrem Gefühl nach das Judentum „verraten“ hatte. Laut Tochter Ingrid sei sie jedoch friedlich eingeschlafen und habe auch im Tod ein „strahlendes Gesicht“ gehabt. „Back jeden Sonntag einen Kuchen“ war ihr letzter Rat an ihre Tochter.
Kurt heiratete 1955 seine zweite Frau Gretel und lebte mit ihr bis zu seinem Tod 1985 in Mühlheim.

Ingrid lebte in Düsseldorf, Hannover und Langenhagen und setzte sich für den christlich-jüdischen Dialog ein und hat die Familiengeschichte veröffentlicht.

Doris, Dieter, Ingrid, Grete und Kurt 1975 (Bild: Familie Willing)

Auch wenn die Familie Geber nur einen Teil ihres Lebens in Wilhelmshaven verbracht hat, werden zwei Stolpersteine an das Ehepaar erinnern. Hanna war als Teil der Familie ter Berg eng mit der Stadt verbunden. Gleiches gilt für Kurt, der seinen Dienst in der Marine leistete und mit seiner Familie aufgrund der Umstände wegziehen musste. Damit sind auch sie Opfer des Regimes dieser Stadt.

Familie Korn

Die dreiköpfige Familie bestand aus dem Ehepaar Hermann (Hersch) und Grete (Gitel) Korn, geb. Nissenfeld, die als Kaufleute aus Nordenham 1911 nach Rüstringen kamen, und ihrem Sohn Leo, der hier am 20. Mai 1912 geboren wurde. Grete wurde am 05. Mai 1885 in Przedzel, Polen, und Hermann am 27. August 1883 in Skowierzyn, Galizien geboren.
Die Recherchen zu dieser Familie stellen sich abschnittsweise aufgrund der unsicheren Quellenlage als sehr schwierig heraus, wobei leider nicht alle Fragen sicher geklärt werden konnten.

Familie Korn besaß ein Etagengeschäft für Manufakturwaren. Dort wohnten sie auch lange Zeit. Besonders an dieser Familie ist jedoch, dass Grete und Leo laut den Meldekarten zwischen 1912 und 1920 immer wieder zwischen Nordenham und der Wilhelmshavener Straße 37 hin- und herzogen.

Hermann geriet nach dem 1. Weltkrieg in Kriegsgefangenschaft, aus der er erst Ende 1920 entlassen wurde und nach Wilhelmshaven zurückkehrte. Diese hat möglicherweise weitere Spuren hinterlassen und das Familienleben nachhaltig beeinflusst. 1925 zog Hermann für rund ein halbes Jahr nach Bremen, bevor er nach Wilhelmshaven zurückkehrte. Danach zog er immer wieder innerhalb der Stadt um, bevor am 30. Dezember 1933 auf seiner Meldekarte der Wegzug nach Kattowitz vermerkt ist. Mit diesem Eintrag verliert sich seine Spur. Es gibt Andeutungen, dass er seinen Sohn und dessen Familie noch mal in den Niederlanden besucht haben soll, sicher belegen lässt sich dies jedoch nicht. Ebenso lässt sich nicht mit Gewissheit sagen, ob er noch während der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurde.

Das Geschäft wurde von Grete weitergeführt. Wahrscheinlich hatte sie während Hermanns Abwesenheit auch gelernt, auch ohne Mann zurechtzukommen und die Geschäfte zu führen. Möglicherweise bekam sie Unterstützung von einer vermeintlichen Nichte von Hermann, Debora Mali Korn, die Schneiderin war und offenbar zeitweilig bei der Familie lebte. Grete zog 1939 schließlich zu Leo und seiner Familie in die Niederlande.
Leo ging in Wilhelmshaven zur Schule und zog später für sein Studium 1932 nach Heidelberg. Niederländische Quellen belegen, dass er später als Lehrer für die sog. klassischen Sprachen an einem Gymnasium unterrichtet haben soll.
In Heidelberg lernte er Emma Leeraar (geboren am 27. Juni 1904 in Maastricht), eine Filialleiterin, kennen und heiratete sie im November 1936 in Maastricht. Nach Abbruch seines Studiums, bedingt durch die Repressalien gegen Jüdinnen und Juden, emigrierten sie am 31. Januar 1939 gemeinsam mit seiner Mutter Grete zu Emmas Familie nach Maastricht. Dort kam nur wenige Tage später ihr gemeinsamer Sohn Michael am 02. Februar zur Welt.
Zu Beginn der 1940er Jahre wurde die gesamte Familie in das Durchgangscamp Westerbork gebracht, von wo aus sie schließlich alle, teilweise zeitlich versetzt, weiter nach Auschwitz deportiert und wenige Tage später ermordet wurden: Grete starb bereits am 15. Dezember 1942, Emma und ihr Sohn Michael den Angaben nach am 10. September 1943. Letzterer war zwischenzeitlich noch im Lager Vught untergebracht und wurde erst später mit einem sogenannten “Kindertransport” nach Westerborg verbracht, von wo aus die meisten Kinder in Vernichtungslager wie Sobibor oder Auschwitz verschleppt wurden. Zuletzt starb Leo am 31. März 1944.

Damit endet die uns bekannte Geschichte der Familie Korn aus Wilhelmshaven und neben Stolpersteinen in Maastricht erinnern nun auch Stolpersteine in Wilhelmshaven an sie. Möge ihr Andenken ein Segen sein.

Familie Zabner

Cousine Hildegard, genannt Hilde, mit ihrer Großmutter Clara ter Berg. (Bild: Familie Willing)

Die Familie Zabner gehörte ebenfalls zu den jüdischen Familien der Stadt, die zunächst in Wilhelmshaven und später in Berlin lebten. Die Familie setzte sich aus Berta, ihrem Ehemann Joseph Moschek und ihrer gemeinsamen Tochter Hildegard, genannt Hilde zusammen. Auch sie fielen dem nationalsozialistischen Regime zum Opfer, das ihre Existenz vernichtete.
Bertas Leben war geprägt von Familie, Arbeit und Verfolgung. Berta, geboren unter dem Mädchennamen ter Berg, wurde am 23. Februar 1909 in Sengwarden geboren. Sie war die dritte Tochter der jüdischen Kaufmannsfamilie ter Berg mit vier Kindern, die bereits vielfach erwähnt wurde. Mit ihr und ihren Schwestern Reta, Hanna und Frieda haben nun alle Mitglieder der Familie einen Stolperstein in Wilhelmshaven erhalten. Im Zusammenhang mit ihrer Kindheit spielt auch das elterliche Geschäft eine Rolle, wodurch sie als Familie bis 1933 in der Stadt hochgeschätzt wurden.

Als Erwachsene lebte Berta weiterhin in Wilhelmshaven in der Hollmannstaße. 34, der heutigen Bremer Straße. Am 30. Mai 1931 meldete sie sich erstmals als selbständige Friseurin an, die überwiegend den Kunden in deren Zuhause die Haare schnitt. Ende 1938 musste sie diese Tätigkeit jedoch endgültig aufgeben.
Berta war in erster Ehe seit dem 05. September 1932 mit Heinrich Rüppel, einem reformierten Christen, verheiratet. In den Folgejahren trennten sie sich und Heinrich Rüppel heiratet im Mai 1937 eine Christin. Ob die Scheidung aufgrund der damals geltenden Rassegesetze oder aus anderen Gründen vollzogen wurde, lässt sich aktuell nicht klären, erscheint aber naheliegend.
Auch Berta heiratete erneut. Am 28. Juli 1938 gaben sie und Joseph (teilweise auch Josef und Josek) Moschek Zabner sich das Ja-Wort. Joseph, welcher in Ostrowiec/ Galizien, Polen am 28. Oktober 1899 geboren wurde, war beruflich als Handelsvertreter tätig, auch er hatte keine Angestellten. Wie viele andere jüdische Mitbürger wurde auch er nach der Reichspogromnacht in sogenannte „Schutzhaft“ genommen und blieb bis zum 17. Dezember 1938 in Sachsenhausen inhaftiert.

Tochter Hilde, die einzige Tochter der Familie, wurde am 19. Juni 1929 in Wilhelmshaven als uneheliches Kind geboren. Heinrich Rüppel, der erste Ehemann ihrer Mutter, gilt als wahrscheinlicher Vater. Aufgrund des späteren Nachnamens ist anzunehmen, dass Joseph sie als sein Kind angenommen hat. Sie war gut befreundet mit den Töchtern der Familie Hartog. Auch zu ihrer Cousine Ingrid Willing, geb. Geber, hatte sie ein gutes Verhältnis.
1940 musste die ganze Familie nach Berlin umziehen.
Doch auch dort waren sie nicht sicher. Am 29. Januar 1943 wurden Berta, Joseph und Hilde von Berlin aus nach Auschwitz deportiert. Joseph wurde im Lager unter der Häftlingsnummer 117478 registriert und wenige Tage später am 06. Februar 1943 ermordet. Das genaue Todesdatum von Mutter und Tochter ist unklar. Da jedoch gerade Kinder häufig unmittelbar als arbeitsunfähig eingeschätzt und damit direkt ermordet wurden, ist davon auszugehen, dass mindestens Hilde nicht mehr lange lebte.

Damit wurde eine ganze junge Familie ausgelöscht, eine Familie, die ein Leben voller Möglichkeiten vor sich gehabt hätte. Die Geschichte der Familie Zabner steht stellvertretend für unzählige jüdische Familien, deren Leben durch das nationalsozialistische Terrorregime zerstört wurde. Mit einem Stolperstein möchten wir der Familie Zabner ein sichtbares Zeichen der Erinnerung setzen. Der Stein soll nicht nur an ihr Schicksal erinnern, sondern auch als Mahnung gelten, dass Ausgrenzung, Hass und Gewalt niemals wieder Platz in unserer Gesellschaft finden dürfen.

Familie Hirschberg

Die Gebrüder Hirschberg mit ihren Familien, um 1930. Fundort: Heinrich Hirschberg: Meine letzten Tage in Deutschland (1938),
in: Oldenburger Jahrbuch Bd. 85, S. 131-154. (Bild: Urheber nicht ermittelbar)

Leo Hirschberg wurde am 3. Juli 1898 in Nowy Żmigród in Galizien, Polen geboren. Er war Kaufmann und kam im Jahr 1925 nach Rüstringen, wo er begann, sich eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Lotte Slata Hirschberg, geb. Findling, die am 10. März 1896 in Dukla, ebenfalls Galizien geboren wurde, lebte er in Wilhelmshaven und war als 1. Vorsitzender des Synagogenbeirates Teil der jüdischen Gemeinde der Stadt. Darüber hinaus war er auch Mitglied des jüdischen Landesgemeinderates.

Unterschrift von Leo Hirschberg vom letzten Ausbildungsvertrag in seinem Betrieb

Am 01. April 1925 übernahm Leo von seiner Frau eine Kurzwarengroßhandlung in der Peterstraße 58. 1927 wurde das Geschäft zunächst in die Börsenstraße 89 und schließlich ab dem 01. Oktober 1934 in die Börsenstraße 57 verlegt wurde. Die Geschäfte laufen lange Zeit gut. Mit der zunehmenden Ausgrenzung jüdischer Gewerbetreibender verschlechterten sich jedoch die wirtschaftlichen Bedingungen erheblich. Am 30. April 1938 musste das Geschäft schließlich aufgegeben bzw. offiziell „verkauft“ werden und wurde fortan von Paul Schäfer weitergeführt.
Sein letzter Auszubildender Walter Oltmanns sprach seiner Tochter nach noch bis ins hohe Alter in Hochachtung und sehr wertschätzend von seinem Chef. So habe Leo dafür gesorgt, dass er einen Ausbildungsplatz erhalten habe, um „etwas vernünftiges zu lernen“ und Leo habe ihm auch Anzug und entsprechende Kleidung gekauft, um seine Arbeit gut gekleidet ausführen zu können. Er sei außerdem sehr „gradlinig“ und fair mit allen Menschen umgegangen und hatte, wenn nötig, auch seine Tochter zurechtgewiesen, wenn diese anderen Menschen in seinen Augen nicht angemessen begegnete. Er habe sogar so großes Vertrauen in seinen Auszubildenden gehabt, dass dieser die Schlüssel erhielt, um das Geschäft nach Feierabend zu schließen, wenn Leo und Slata abends ausgehen wollten.

Die Tochter des Ehepaares, Lucie Hirschberg, wurde am 08. September 1925 in Rüstringen geboren. Sie wuchs in Wilhelmshaven auf und ging dort zur Schule. Ihre Kindheit und Jugend war zunehmend von den nationalsozialistischen Ausgrenzungsmaßnahmen geprägt, die jüdischen Kindern den Schulbesuch und eine gleich berechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben immer weiter erschwerten. Als polnischstämmige Juden war die Familie von der sogenannten „Polenaktion“, der ersten Massendeportation jüdischer MitbürgerInnen, betroffen. Am Ende Oktober 1938 wurden rund 17.000 jüdische Menschen polnischer Staatsangehörigkeit aus dem Deutschen Reich ausgewiesen, darunter auch Mitglieder der Familie Hirschberg, die fortan in Warschau leben. Sie wurden damit gewaltsam aus ihrem bisherigen Lebensumfeld herausgerissen und abgeschoben. Slata und ihre Tochter Lucie kamen laut Meldekarten danach noch mal für wenige Wochen zurück nach Wilhelmshaven und lebten bei Familie Cytryn, bevor sie dann im Juni 1939 endgültig ausgewiesen wurden. Das weitere Schicksal der Familie blieb lange Zeit unklar.
Leo Hirschberg wurde nach Kriegsende offiziell am 8. Mai 1945 für tot erklärt. Nach heutigem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass er gemeinsam mit seiner Ehefrau Slata sowie ihrer gemeinsamen Tochter Lucie im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz ermordet wurde. Die Nichte des Ehepaars geht davon aus, dass Leo, Slata und Lucie „lebendig verbrannt“ und Lucie zuvor noch vergewaltigt worden ist, so habe sie es von einer Freundin (Deborah Mali Korn) erfahren.

Josefa Egberts

Bisher wurden in Wilhelmshaven an verschiedenen Adressen Stolpersteine verlegt zur Erinnerung an jüdische Bürger der Stadt, die deportiert wurden. In der Parkstraße 16 verlegen wir einen Stein mit dem Namen Josefa Egberts. Die Malerin litt unter psychischen Problemen und wurde so entsprechend dem Menschenbild der Nationalsozialisten als „lebensunwert“ degradiert. Im Zuge der Aktion T4, der organisierten Erfassung und Ermordung psychisch Kranker wurde Josefa Egberts in der Tötungsanstalt Hadamar vergast. Exemplarisch für das Schicksal dieser Menschen, stellen wir hier die Malerin Josefa Egberts vor, weitere Biografien sollen folgen.

Josefa Egberts wurde am 30. April 1839 in Wittmund geboren und lebte später in Wilhelmshaven in der Parkstraße 16, zusammen mit ihren Eltern Josepha und Johannes und ihrem Bruder Georg. Ihre Eltern betrieben ein Geschäft in der Gökerstraße. Josefa zeigte schon als Kind großes künstlerisches Talent und zog mit 20 Jahren, im März 1919, nach München, um dort Kunst zu studieren.

Anschließend studierte sie in Berlin Malerei und erhielt auch Privatunterricht. Sie galt als intelligente und sensible junge Frau, 1924 erkrankte Josefa erstmals körperlich und seelisch und zog sie zurück in ihr Elternhaus. Mit ihrer offenkundigen psychischen Erkrankung waren ihre Eltern überfordert und Josefa wurde nach Bremen – Rockwinkel in eine Einrichtung für psychisch Kranke gebracht. Dort war es ihr noch möglich zu zeichnen.
Nach einem kurzen Aufenthalt zuhause wird sie 1926 in die Anstalt Ilten verlegt. Sie betätigte sich weiterhin künstlerisch, was ihr aber zunehmend schwerer fiel.
Von Josepha Egberts sind expressive Stillleben, Portraits und Holzschnitte überliefert. Zudem hat sie auch modelliert – die Künstlerin zeigt damit ein breitgefächertes Werk.

1928 kam sie zurück zu ihrer Familie, wo sich ihr Zustand zunächst verbesserte. Sie versuchte ihr Abitur nachzuholen. Doch noch im selben Jahr wurde sie in die Heil- und Pflegeanstalt nach Osnabrück gebracht. 1930 starb ihre Mutter und 1934 ihr Vater. Am 24. April 1941 wurde Josefa Egbert aus der Anstalt in Osnabrück zusammen mit anderen ausgesonderten Patienten in die Anstalt Eichberg verlegt. Zu diesem Zeitpunkt fungierte diese Anstalt als Zwischenstopp für das KZ Hadamar. Am 10. Juni 1941 wurde Josefa mit weiteren Patienten nach Hadamar gebracht und vermutlich noch am selben Tag in der Gaskammer ermordet.
Die Familie bekam einen „Trostbrief“, in der eine Krankheit als Todesursache angegeben wird. Ihre Urne wurde auf dem Friedhof in Wilhelmshaven 1941 begraben.
Ab heute erinnert neben den von Josefa geschaffenen Figuren über dem Eingang der Parkstraße 16 ein Stolperstein an das Schicksal der Künstlerin.

Es ist Zeit, sich an die Vergessenen zu erinnern!

Das Projekt „Stolpersteine in Wilhelmshaven“ ist aktuell ein Projekt von 13 Schülerinnen sowie drei Lehrerinnen der Cäcilienschule und der Franziskusschule Wilhelmshaven. Entstanden ist es aus dem Geschichtsunterricht heraus und wird seit dem 2. Halbjahr des Schuljahres 2024/2025 als Arbeitsgemeinschaft kontinuierlich weitergeführt. Im Verlauf der Projektarbeit hat sich die Arbeitsgruppe dabei neu zusammengesetzt und weiterentwickelt. In diesem Zuge haben sich auch eine Lehrkraft und zwei Schülerinnen der benachbarten Franziskusschule angeschlossen.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht weiterhin die intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte jüdischer Mitmenschen in Wilhelmshaven. Erstmals wurde durch die Franziskusschule ein weiterer Opferkreis in den Blick genommen: Menschen, die durch die NS-Ideologie aufgrund körperlicher oder geistiger Einschränkungen als „lebensunwert“ diffamiert wurden. Durch eigenständige Recherchen in Archiven, Gespräche mit ZeitzeugInnen und NachfahrInnen sowie die Auswertung historischer Quellen rekonstruieren wir Lebenswege, die durch die nationalsozialistische Verfolgung zerstört wurden. Ziel ist es, diese Menschen aus der Anonymität der Opferzahlen herauszulösen und ihnen ihre Namen, Geschichten und ihren Platz in der Stadtgeschichte zurückzugeben. Dabei hat auch dieser Recherchedurchgang wieder gezeigt, wie vielfältig die Entrechtung, Demütigung, Verfolgung und Ermordung der Menschen, die nicht in die sog. „Volksgemeinschaft“ passten, ausgesehen hat und wie viele unterschiedliche Schicksale die Menschen in Wilhelmshaven ereilte. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Am Ende bleiben zerstörte oder gar ausgelöschte Familien, die aus der Stadt lange verschwunden sind.

Die Verlegung von Stolpersteinen verstehen wir dabei als eine besondere Form des Erinnerns: sichtbar, dauerhaft und im öffentlichen Raum verankert. Sie macht Geschichte dort erfahrbar, wo sie stattgefunden hat – vor ehemaligen Wohnhäusern, auf alltäglichen Wegen, mitten im heutigen Stadtleben. Das Projekt lebt vom gemeinsamen Austausch, von Verantwortung und dem Anspruch, Geschichte nicht als abgeschlossene Vergangenheit zu begreifen, sondern als Aufgabe für die Gegenwart und Zukunft. Innerhalb unserer Gruppe, unserer Schule, aber auch der Gesellschaft, in der wir leben.

Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine 2025/26 © Dr. Hauke Bietz, Cäcilienschule
v.l.n.r.: .: Enna Weiß, Jonna Türck, Finja Franke, Jule Brünen, Antonia Seger, Kira Macamete, Amalia Krüger, Martje Hackmann,
Jette Stüber, Jana Brodtmann, Maria Danidou, Swantje Timmermann (Lehrkraft), Natalija Stefanovic, Imke Fischer (Lehrkraft), Josefine
Liebau, Beate Schwarz (Lehrkraft)

Wir möchten Danke sagen!

Die Umsetzung dieses Projekts wäre ohne die Unterstützung vieler engagierter Menschen und Institutionen nicht möglich gewesen. Unser besonderer Dank gilt allen SpenderInnen und dem bisherigen Paten der Stolpersteine, die durch ihre Unterstützung dazu beitragen, dass Erinnerung in Wilhelmshaven sichtbar und lebendig bleibt.

Wir danken der Stadt Wilhelmshaven, insbesondere Herrn Oberbürgermeister Feist, dem Kulturbüro unter der Leitung von Frau Dr. Dujakovic und den Mitarbeitenden für die wohlwollende Begleitung und erneute Genehmigung der Stolpersteinverlegung.
Unser Dank gilt auch dem TBW, der erneut bei der Verlegung der Steine dabei ist und diesmal die Hauptarbeiten übernimmt.
Ebenso sind wir sehr froh, dass NeueMedienGestalten uns wieder bei der Umsetzung und dem Druck der Broschüre unterstützt hat.
Weiterhin bedanken wir uns beim Stadtarchiv Wilhelmshaven, insbesondere bei Frau Dr. Janssen für fachliche Unterstützung und Begleitung der Recherchen, sowie beim Küstenmuseum Wilhelmshaven für den Zugang zu weiteren Quellen.
Gleichermaßen möchten wir uns erneut bei Hartmut Peters vom Gröschler-Haus für die fachkundige Begleitung bedanken. Auch dem Stadttheater Wilhelmshaven gilt unser Dank: Durch einen angebotenen Spaziergang im Februar 2026 anlässlich des ersten Jahrestages der Verlegung wurden die Geschichten der bisher verlegten Familien wieder lebendig.

Ein besonderer Dank gilt zudem allen Personen, die ihr Wissen, ihre Zeit und ihre persönlichen Familiengeschichten mit uns geteilt haben und unsere Arbeit dadurch in besonderer Weise bereichert haben, allen voran die Nachkommen der Familie Feybusch, sowie die der Familie Geber. Ihre Offenheit und ihr Vertrauen haben unsere Recherchen erst möglich gemacht und uns gezeigt, wie wichtig diese sind.

Nicht zuletzt danken wir unseren Schulgemeinschaften, die dieses Projekt mitgetragen und uns Freiräume ermöglicht haben.