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4) Antisemitismus vor 1933 - Diskriminierung
Käthe Löwenberg-Gröschler

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Eva Basnizki über ihre Befreiung 1945 in Jever

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Eva Basnizki geb. Hirche wurde 1933 in Jever als Tochter einer Jüdin und eines Nichtjuden geboren. Als sogenannter “Mischling 1. Grades” war sie – wie vor allem ihre Mutter – permanenten Verfolgungen  durch die Nationalsozialisten ausgesetzt und von der Deportation in die Vernichtungsgebiete Osteuropas bedroht. 1997 schilderte sie für den Dokumentarfilm “Aufrüstung, Krieg und Befreiung in Wilhelmshaven und Jever und die Geschichte der 1. Polnischen Panzerdivision” von H. Pannbacker und H. Peters den Moment der Befreiung aus dem Versteck auf dem Kinoboden am Alten Markt von Jever.  Aus diesem DVD-Film stammen die zwei folgenden Ausschnitte. Die jeweils einleitenden Schwenks in Farbe vom Schloss Jever aus über den Alten Markt filmte Evas Vater Adolf Hirche in den Jahren 1938 und 1947. Die  schwarz-weiße Sequenz mit seiner dreijährigen Tochter inmitten von Viehanbindungen aus Eisen vor dem antisemitischen Transparent “Die Juden sind unser Unglück” nahm Hirche bereits 1936 auf. Er müsste hierfür posthum den Grimme-Preis erhalten.  Die schriftlichen Erinnerungen der Israelin Eva Basnizki an die NS-Zeit sind hier nachzulesen.