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Antisemitismus in Jever und der Pogrom vom 10.11.1938 in Jever

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Übersichtsseite: Besuch der in der NS-Zeit vertriebenen Juden in Jever im Jahre 1984: Dokumentation

 

Juden aus Jever berichten

Walter Gröschler am 26. April 1984 beim Interview im "Wattkieker" in Harlesiel

Walter Gröschler am 26. April 1984 beim Interview im „Wattkieker“ in Harlesiel

1) Was heißt „deutsche Juden“? (1:11)
Frank Gale, Gerry Sternberg: Nichtaufnahme am Mariengymnasium 1933 und Angriffe durch Schüler ca. 1934

2) Ironie des Schicksals (0:30)
Walter S. Groeschler: Nichtaufnahme am Mariengymnasium 1933, aber jetzt Einladung durch dieses Gymnasium

3) Antisemitismus vor 1933 (0:51)
Rose Aron: Dr. Oskar Hempel, Hakenkreuz an der Mühle Schönbohm, Einladung durch Schulkameradin Schönbohm

4) Antisemitismus vor 1933 (1:05)
Käthe Löwenberg-Gröschler: Diskriminierung am Lyzeum durch Lehrerin Wittorf

5) Antisemitismus vor 1933 (0:27)
Trude Haas: Tanzstunde im „Schützenhof“/Ausladung

Gerry und Frieda Sternberg, Helen und Frank Gale (aka Fritz Gröschler) am 26. April 1984 im "Wattkieker" in Harlesiel

Gerry und Frieda Sternberg, Helen und Frank Gale (aka Fritz Gröschler) am 26. April 1984 im „Wattkieker“ in Harlesiel

6) Antisemitismus vor 1933 (0:34)
Lieselott Spitzer: Unmöglichkeit zum Schülerball zu gehen

7) Antisemitismus ab 1933 (1:13)
Frank Gale: Antisemitisrnus an der Stadtknabenschule

8) Antisemitismus ab 1933 (0:43)
Frank Gale: Übergriffe nichtjüdischer Schüler, Einfluß der Lehrer

9) Antisemitismus nach 1933 (0:26)
Frank Gale: Schilder „Juden unerwünscht“

10) Antisemitismus und die Sorge jüdischer Eltem für ihre Kinder (2:10)
Walter S. Groeschler: Wie alle drei Kinder von Hermann Gröschler vor 1938 ins Ausland geschickt wurden

11) Antisemitismus im Alltag ab 1933 und die Wirkungen (Schwerpunkt Zeit ab 1938) (4:06)
Lieselott Spitzer: Hausangestellte bekommt Schwierigkeiten, Angst, Schilder „Juden nicht erwünscht“, Schwierigkeiten einzukaufen, gegenseitige Hilfe und Hilfe durch nichtjüdische Deutsche, Mißachtung, „Wir meinen Sie ja nicht persönlich“, Isolation

Lieselott Spitzer um 1937, Kontor Fa. S. Gröschler

Lieselott Spitzer um 1937, Kontor Fa. S. Gröschler

Spitzer, Lieselott 1996-09-04

Lieselott Spitzer, 1996

12) Der Pogrom vom 10. November 1938 (3:52)
Lieselott Spitzer: Bericht über ihre Verhaftung, über den Brand der Synagoge, über die Plünderungen, über die folgenden „Maßnahmen“

13) Der Pogrom vom 10. November 1938 und das weitere Schicksal von Julius und Hedwig Gröschler und ihres Sohnes Fritz (Frank Gale) (4:44)
Frank Gale: Brand der Synagoge, Ausschreitungen, Verhaftung des Vaters, Rückkehr des Vaters, Auswanderungsversuche der Eltern und warum sie nicht realisiert wurden; weiteres Schicksal der Eltern: Theresienstadt, Auschwitz; Frank Gale nach England (Kindertransport) Ende 1938, Freiwilliger bei der englischen Armee; Entdeckung, dass Eltem ermordet wurden

14) Schwierigkeiten, Asyl zu bekommen (0:55)
Frank Gale

15) Verlust der Wohnung bei der Stadt, Pogrom vom 10.11.1938 (2:50)
Käthe Löwenberg-Gröschler: über Verhaftung von Vater und Onkel am 10.11.1938, Plünderungen, Verschleppung ins KZ Sachsenhausen, Rückkehr, Schweigebefehl

Käthe Löwenberg-Gröschler am 26. April 1984 beim Interview im "Wattkieker" in Harlesiel

Käthe Löwenberg-Gröschler am 26. April 1984 beim Interview im „Wattkieker“ in Harlesiel

 

Personen

Käthe Löwenberg-Gröschler, Groningen, geb. 1915, Tochter von Hermann und Anne Gröschler, gest. 2002
Walter S. Groeschler, Kanada, geb. 1922, Sohn von Hermann und Anne Gröschler
Trude Haas geb. Gröschler, London, geb. 1917, Tochter von Hermann und Anne Gröschler, gest. 2000
Frank Gale (Fritz Gröschler), England, geb. 1926, gest. 1997, Sohn von Julius und Hedwig Gröschler, gest. 1997
Gerry (Gert) Sternberg, Kanada, geb. 1922, Sohn von Philipp und Jenny Sternberg, gest. 2007
Lieselott Spitzer geb. Weinstein, England, geb. 1907, Tochter von Joshua und Anna Weinstein, gest. 1999
Rose Aron geb. Josephs, New York, geb. 1913, Tochter von Bernhard und Caroline Josephs

Hermann, Julius und Hedwig Gröschler, Anna Weinstein, Bernhard und Caroline Josephs wurden von den Nationalsozialisten ermordet.

Die Aufnahmen entstanden im April 1984 in Jever während des Besuchs jüdischer Vertriebener aus Jever, der vom Projekt des Mariengymnasiums “Juden besuchen Jever“ finanziert und organisiert wurde. Es handelt sich um Ausschnitte aus insgesamt ca. 12 Stunden, die Radio Bremen (Dr. Erwin Bienewald, Martin Ebbing) dankenswerterweise nach Abschluß der Berichterstattung dem Proiekt zur weiteren Verwendung schenkte.